Wir erheben in unserer Praxis Daten für Studien

1. Was ist der Sinn einer Studie?

2. Was genau wird in der Praxis erhoben, gesammelt?

3. An wen oder welche Organisation werden die Daten weiter gegeben?

4. Inwiefern profitieren Patientinnen und Patienten davon?

 

Bilanz Studie

1.Für Bisphosphonate, die seit mehreren Jahren zur Osteoporose Therapie eingesetzt werden und die Sie seit mindestens 4 Jahren verwenden, ist die knochenbruchvermindernde Wirkung bei einer Einnahmedauer von 3-5 Jahren nachgewiesen worden. Prinzipiell sollte die medikamentöse Therapie fortgesetzt werden, solange das Bruchrisiko deutlich erhöht ist. Es ist aber nicht ausreichend geklärt, ob eine Dauertherapie oder eine Therapie mit vorübergehenden Therapiepausen besser vor Knochenbrüchen schützt. Denn auf der einen Seite gibt es Hinweise dafür, dass die knochenschützende Wirkung nach Absetzen der Medikamentation wieder nachlässt. Andererseits gibt es Hinweise für das Auftreten ungewöhnlicher Knochenbrüche nach langjähriger Anwendung, möglicherweise bedingt durch Anreicherung der Substanz im Knochen, die möglicherweise durch eine Intervalltherapie vermieden werden köDie Studie soll deshalb klären, ob nach mindestens vierjähriger Vortherapie eine fortgesetzte Behandlung mit Bisphosphonaten über weitere zwei Jahre das Neuauftreten osteoporotischer Knochenbrüche besser verhindern kann als eine Behandlung mit zwischenzeitlichen Therapiepausen.

2.Telefonisch werden Fragen zum Gesundheitszustand, zur Medikamenteneinnahme, Nebenwirkungen, Knochenbrüchen und den ärztlichen Behandlungen gestellt und gesammelt.

3.Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Geleitet und koordiniert wird die Studie durch die Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhr-Universitätsklink Bochum (AMIB abgekürzt).

4.Durch die Teilnahme an der Studie helfen Sie mit zu klären, ob sich osteoporotische Knochenbrüche durch eine Dauertherapie mit Bisphosphonaten oder durch eine Behandlung mit zwischenzeitlichen Therapiepausen besser vermeiden lassen. Das Ergebnis der Studie hat somit einen direkten praktischen Nutzen auch für Sie in Bezug auf die Frage, welche Art der Therapie bei Ihnen nach Abschluss der Studie zukünftig die beste Chance der Bruchvermeidung bietet.

 

AWARE Studie

1.Chronische Rückenschmerzen sind eine weit verbreitete Erkrankung, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Sie können durch mechanische oder auch entzündliche Bedingungen verursacht werden. In Deutschland vergehen oftmals vom Zeitpunkt der ersten Symptome bis zur endgültigen Diagnose oft eine Verzögerung von mehreren Jahren. Chronisch entzündliche Rückenschmerzen sind oft durch rheumatologische Erkrankungen bedingt und sehr schwierig zu diagnostizieren. Aufgrund Zeitmangels sind Orthopäden oft nicht in der Lage, diese komplexen Diagnosen zu stellen. Ein weiterer möglicher Verzögerungsgrund stellt auch die Überweisung zum Rheumatologen dar – entweder in unter- oder überschätzter Weise.

Täglich kommen Patienten mit der Volkskrankheit Rückenschmerz zum Arzt. Hierfür gibt es viele verschiedene Ursachen. Grundsätzlich sollte vor einer gezielten Therapie eine adäquate Diagnose stehen. Auch wenn dies bei Rückenschmerzen nicht immer möglich und zum Teil auch nicht nötig ist, gibt es Möglichkeiten, den entzündlichen Rückenschmerz als Ursache von rheumatischen Wirbelsäulenerkrankungen, die heute unter dem Überbegriff axiale Spondyloarthritis zusammengefasst werden, unter den vielen verschiedenen mechanischen Ursachen von Rückenschmerz frühzeitig zu entdecken. Trotzdem wird er immer wieder übersehen, obwohl er – ohne zeitaufwändige und teure Labordiagnostik – im Grunde recht einfach zu erkennen ist.

2.Für Ihre Dokumentation sind auf dem Erhebungsbogen folgende Angaben zum Patienten erforderlich: Alter und Geschlecht, Angaben zu den ASAS (Assessment of Spondyloarthritis Society)- Klassifikationskriterien für axiale SpA (Spondyloarthritis); Diagnose sowie empfohlene weitere Schritte und Therapie.

3.Die Studie wird von der AbbVie GmbH und Co KG finanziert. Geleitet und koordiniert wird die Studie durch Herrn Prof. Dr. med. Jürgen Braun, Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne.

4. Durch die Teilnahme an der Studie erhalten sie einen frühzeitigen Termin beim Rheumatologen

 

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